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Freitag, 08. September 2017 14:31 Uhr Alter: 2 Jahre
Kategorie: 409_Fleischer

Es geht um die Wurst

Fleischermeister luden zur ‚Kleinen Fleischkunde‘ ein


Gespannt folgen die Teilnehmer den Ausführungen der beiden Fleischermeister Alfons Meyer (r.) und Bernd Holstiege.

Spätsommerlicher Sonnenschein begleitete am vergangenen Sonntagmorgen die Gäste der Fleischer-Innung Münster. Gut 40 Personen waren der Einladung der Handwerksmeister zur ‚Kleinen Fleischkunde‘ gefolgt. „Wir wollen vor den Kochkursen, vor dem Grillfest ansetzen“, begrüßte Jan-Hendrik Schade, Geschäftsführer der Innung, die Interessierten. „Wer sich dafür begeistert, etwas Schmackhaftes auf den Tisch zu bringen, wird sich auch mit der Qualität der Lebensmittel auseinandersetzen, die er dafür benutzt. Unsere Innungsmitglieder kennen nicht nur die beste Verwendung für die unterschiedlichen Fleischstücke, sie wissen auch, wo die Tiere herkommen und wie sie gehalten wurden“, so Schade. Dass Haltung und Verarbeitung nicht nur eine Gewissensfrage sind, sondern auch direkten Einfluss auf die Qualität des Nahrungsmittels Fleisch haben, davon konnten Elmar Wecks, Nuregio, und die Fleischermeister Bernd Holstiege, Alfons Meyer und Rainer Eschrich überzeugen.

Von der Kreishandwerkerschaft Münster aus ging die Fahrt in Richtung Gimbte zu den Hochlandrindern von Elmar Wecks. Mit Blick auf acht der imposanten Tiere, die ganzjährig im Freiland leben, gab es detaillierte Informationen zu den Vor- und Nachteilen der extensiven Haltung, den Besonderheiten verschiedener Rinderrassen und den Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts. Auf der anschließenden Fahrt zur Ofensetzerei Neugebauer in Nordwalde entwickelten sich lebhafte Gespräche zwischen Fachmann und Laien. Im besonderen Ambiente des Außenbereichs der Ofensetzerei wurde vor den Augen der Teilnehmer von Fleischermeister Holstiege unter anderem eine ganze Rinderkeule fachmännisch zerlegt und mit Sachverstand und Witz jede Frage beantwortet. Anschließend legten die Gäste unter der Anleitung von Conrad Baierl, Der wilde Metzger, selbst Hand an. Beim Herstellen der eigenen Bratwurst kam auch die Outdoor-Küche zu ihrem Einsatz; Fleisch wurde gewolft, Gewürze bestimmt und passend zusammengestellt und schließlich die Wurst gefüllt und abgedreht.

Neben der Verkostung der frisch hergestellten Würste stand für die Teilnehmer der Genuss von verschiedenen Rindersteaks und einer mediterranen Gemüsepfanne, ebenfalls vom Grill, auf dem Programm. Die abschließende Bilanz fiel bei Gästen wie Veranstaltern durchweg positiv aus.

Innungsmitglieder finden Fotos der Veranstaltung im Internen Mitgliederbereich als ZIP-Datei unter > Fotosammlung.